Daniel Coro
Vor vielen Jahren reiste ein junges Mädchen aus Westfalen als Touristin an die Costa Brava – ohne zu ahnen, dass es die unvergesslichste Reise ihres Lebens werden sollte. Denn dort lernte sie einen spanischen Mann kennen, den sie später heiratete und mit dem sie drei Kinder bekam – ich bin das älteste davon. Ich wurde in Barcelona geboren und bin dort glücklich aufgewachsen. In meiner Heimatstadt habe ich ein Studium der Philologie absolviert und anschließend begonnen, in einer Sprachschule für Spanisch als Fremdsprache in Vollzeit zu arbeiten, während ich mich parallel in Sprachdidaktik und Pädagogik weiterbildete. Nach drei Jahren legte ich das Auswahlverfahren für Beamte im Schuldienst erfolgreich ab – ein Schritt, der mein Leben grundlegend veränderte. Zunächst einmal zog ich in die stets sonnige, paradiesische Mittelmeerstadt Málaga im Süden Spaniens. Dort habe ich die letzten zwanzig Jahre gelebt und meine Lehrtätigkeit an einem Gymnasium mit der Arbeit als Fortbildner für andere Lehrkräfte kombiniert – mit dem Schwerpunkt auf neuen methodischen Ansätzen zur Förderung der kommunikativen Kompetenz von Lernenden. Vor einem Jahr, nach einem anspruchsvollen Auswahlverfahren, erhielt ich einen der wenigen Plätze, die das spanische Bildungsministerium im Rahmen des Programms für Gastlehrkräfte in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium vergibt. Seit dem vergangenen Schuljahr unterrichte ich an der Goethe-Schule Dieburg, wo ich weiterhin die spanische Sprache und Kultur vermittle. Mein Ansatz für den Spanischunterricht ist stark kommunikativ ausgerichtet: Im Mittelpunkt steht der Kompetenzerwerb durch praktische Anwendung, nicht das Pauken von Grammatik oder das stupide Wiederholen leerer Übungen. Ich bin überzeugt, dass Sprache vor allem durch Erleben, Begeisterung und echte Kommunikation gelernt wird – und genau das möchte ich meinen Lernenden ermöglichen.
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